Gestern war es – nach viel zu langer Zeit – endlich mal wieder so weit: Wir haben uns zu einer – am Wochenende – unchristlichen Zeit auf den Weg gemacht, auf zur Westküste der Insel. Obwohl ich als Verfechter der Theorie bekannt bin, im schönsten County Irlands zu wohnen, zieht es mich dann doch hin und wieder auf die andere Seite, an den Werbeerfolg Wild Atlantic Way.

Wir sind über Limerick gefahren, und haben den Shannon per Fähre (die auch schon einmal günstiger war – 18 Euro einfach) übersetzt. Dann ging es nach oben, an den Loop Head Drive. Mal wieder hatten wir ein viel zu enges Programm für einen Tagesausflug angesetzt, aber dennoch haben sich die rund 820 Kilometer ausgezahlt.

Nach mehreren Zwischenstationen sind wir dann am Hauptziel des Tages angelangt: Den Bridges of Ross. Schon der Blick, der sich einem vom Parkplatz aus bietet, entlohnt für alle Reisestrapazen.

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Ehemals waren die Bridges of Ross drei riesige Archbögen, die sich in den Atlantik spannten. Zwei davon sind leider mittlerweile Geschichte, nur einer der Bögen ist noch existent. Der Name in der Mehrzahl bleibt aber dennoch.

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Das Areal ist gewaltig, und man muss schon etwas gut zu Fuß sein, wenn man den schmalen Weg entlang der majestätischen Klippen entlang geht. Es lohnt sich aber auf jeden Fall. Das wahre Ausmaß dieser Steinlandschaft ist von der Straße aus nicht ersichtlich, man ist schon ein, zwei Kilometer unterwegs, bevor sich einem Anblicke wie dieser erschliessen:

Clare-Seafront

Überhaupt ist der Loop Head – auch bei nicht ganz so optimalem Wetter – einen ganzen Urlaubstag wert. Man kann Seevögel beim Nesten beobachten, mit etwas Glück Delphine sehen, es gibt ein bei Ebbe noch teilweise sichtbares Schiffswrack (und jede Menge Geschichten über Seefahrtshavarien, mehr dazu demnächst) – und natürlich Landschaft pur. Für Fanatiker wie mich ist auch ein Leuchtturm mit im Angebot:

Loop-Head-Lighthouse

Was rede ich – ein Tag ist wahrscheinlich eher zu knapp bemessen. Viele Urlauber kommen nicht in diesen Abschnitt des Wild Atlantic Way, weil sie direkt zu den Cliffs of Moher weiterreisen – ein Abstecher aber lohnt sich. Ihr werdet es nicht bereuen.

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2 Kommentare

  1. Du meine Güte – 820 km!
    Aber die Loop Head Peninsula ist auch wirklich ein schönes Stückchen Irland… wenn ich so überlege, dann ist es doch schon wieder einige Jahre her als ich das letzte mal selber dort war… 2009 müsste das gewesen sein… letztes Jahr bin ich nur bis nach Kilkee gekommen… aber auch die Klippen dort sind sehr reizvoll… besonders bei stürmischem Wetter…
    Und ganz ehrlich: Für die Loop Head Peninsula lasse ich die Cliffs of Moher links liegen…! Wobei mich eine Wanderung entlang den Cliffs schon auch reizen würde :=)
    grüne Grüße nach Irland,
    Freddy

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