Zugegeben, leider ist es schon eine Zeit lang her, dass wir zuletzt an diesem magischen Ort waren. Dennoch aber lohnt es sich, sich das Charles’ Fort nahe Kinsale in der Grafschaft Cork wieder in die Erinnerung zu rufen.

Das im 17. Jahrhundert zu seiner jetzigen Form ausgebaute sternförmige Fort, bis heute gut erhalten, kann ein großes Stück irische Geschichte erzählen.

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In allen größeren und kleineren bewaffneten Konflikten in der Gegend spielte das steinerne Monument eine große Rolle. Jedoch nicht eine so große, wie man annehmen sollte, wenn man das Charles’ Fort von der Wasserseite aus sieht.

Den Architekten unterlief nämlich ein fataler Fehler. Die Mauern auf der Landseite wurden viel zu niedrig angelegt, und deshalb wurde das Fort in mehreren Kriegen relativ einfach besetzt – mittellange Leitern genügten schon.

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1604 segelte die spanische Armada mit dem Ziel Richtung Charles’ Fort, die Briten von hier aus aus Irland zu vertreiben. Der Rest ist Geschichte …

Nachdem das Fort im Zuge des Anglo-Irish Treaty 1921 in britischen Besitz gewechselt hatte, wurde es 1922 von Gegnern des Abkommens innen komplett abgebrannt und unbewohnbar gemacht. Danach stand das Fort lange Jahre ungenutzt, bevor es 1971 zum Nationalmonument erklärt und in der Folge restauriert wurde.

Heute bietet das Charles’ Fort interessante mehrsprachige Führungen mit einem guten Einblick in einen Teil der irischen Geschichte, der sehr interessant und abwechslungsreich ist.

Und wenn man Glück hat, wird man am Abend mit einem wunderbaren Sonnenuntergang über Kinsale belohnt.

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Einen wunderschönen Rundblick über das Charles’ Fort bietet dieses Video von George Oze:

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