DSCF2794Zugegeben, die Idee zu diesem Artikel ist eher zufällig gekommen. Nachdem wir unlängst versucht haben, die Frage, warum wir denn gerade nach Irland ausgewandert sind, zu beantworten, sind wir unlängst beim Durchsehen alter Urlaubsfotos auf diese Aufnahme gestoßen. Entstanden im August 2004 am Britta’s Bay Beach in der Grafschaft Wicklow, ein Zufallsschnappschuss, der eventuell Symbolkraft hat.

Das Bild lädt zum Nachdenken ein. Werden wir auch eines Tages, so wie dieses ältere Ehepaar, an einem irischen Strand spazieren gehen und auf den Sonnenuntergang warten? Ist das der Plan, oder gibt es noch einmal neue Ufer für uns. Oder gar ganz alte?

Immerhin klopfen die 40 mit dem Holzhammer an meiner Tür an, und langsam aber sicher wird es Zeit für die Kabinenbesprechung in der Halbzeitpause.

Seriös lässt sich diese Frage wohl nicht beantworten. Vor zehn Jahren war das Auswandern nach Irland eine Hintergrunddiskussion ohne all zu viel Inhalt, vor fünf Jahren war es undenkbar, dass es mich in die Versicherungsbranche verschlägt, vor einem halben Jahr wollten wir keine zweite Katze …

persoenlichenotizen

Leben lässt sich nicht ernsthaft planen, schon gar nicht auf die nächsten Jahrzehnte hinaus.

Die Frage ‘Für immer Irland’ lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten, am ehesten vielleicht mit ‘Warum denn eigentlich nicht?’

Eine Rückkehr ist genauso wenig ganz auszuschließen wie ein erneuter Anfang irgendwo anders. Mein ewiger Lebensplan A, mit 50 an der Küste Südfrankreichs aufs Meer zu blicken, Merlot zu trinken und an meinem zweiten Bestseller zu schreiben, wird sich wohl so nicht erfüllen. Etwas Realität muss in der Diskussion schon verbleiben.

Vorstellen kann ich mir das aber – in 30, 35 Jahren selbst das Fotomotiv zu sein für die nächste Generation von Urlaubern, für jene, die all das noch vor sich haben, was wir dann schon erleben durften.

Für immer Irland? Ich weiß es nicht. Es spricht aber im Prinzip nichts dagegen …

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