Christoph Müller, seit 2009 Vorstandsvorsitzender bei der irischen Fluglinie Aer Lingus, warnte heute erneut vor ernsthaften Konsequenzen. Grund dafür: Die Kabinenbelegschaft von Aer Lingus und die zuständige Gewerkschaft haben erneut Streikmaßnahmen angekündigt, falls die Fluglinie ihren Forderungen nicht nachgibt. Gerade jetzt zu Beginn der Hauptreisezeit drohen neue Turbulenzen.

(c) Ruari, via Flickr.com, CC-BY
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Vorläufig sind alle Verhandlungen gescheitert, und die Fronten scheinen verhärtet. Die Kabinenbelegschaft von Aer Lingus kämpft mit gewerkschaftlicher Unterstützung und Organisation für bessere Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten und gerechtere Entlohung. Und droht nun, falls die Fluglinie den Forderungen nicht nachgibt, mit weiteren Streiks,

Schon in der Vorwoche war Aer Lingus von einem eintägigen Streik betroffen. Heute nun wurden die neuen Daten genannt: Am Montag, 16. Juni und Mittwoch, 18. Juni sollen die jeweils 24stündigen Warnstreiks stattfinden, zu Beginn der Hauptreisezeit rechnet man mit rund 35.000 betroffenen Passagieren je Tag.

Zuletzt hatte Aer Lingus auf stur geschaltet. Müller und sein Board of Management reagierten mit Unverständnis und Privilegienentzug. So wurde Streikteilnehmern der Vorwoche das Gehalt für diesen Tag gestrichen, und das Privileg der vergünstigten Flugbuchung wurden den Teilnehmern ebenfalls entzogen.

Das letzte Wort in diesem Arbeitskampf ist wohl noch länger nicht gesprochen – ist man aber derzeit Irland-Reisender, sollte man sich aber derzeit intensiver mit dem Thema beschäftigen, um unliebsamen Überrachungen vorzubeugen.

Nachtrag, 11. Juni 2014: Nach einer vorläufigen Annäherung der beiden Parteien wurden die Streiks heute nachmittag auf unbestimmte Zeit verschoben.

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