Zwar sicherlich kein Irland-spezifisches Phänomen (selbiges kenne ich genauso aus Österreich), aber dennoch interessant und zum Nachdenken anregend: Mehr als die Hälfte der Zuwanderer, die in Irland im Gastgewerbe arbeiten, verdient weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, und die Mehrheit bekommt keinen Zuschlag für Sonntagsarbeit.
Extremfälle werden im neuen Report des Migrants Right Centres zuhauf aufgezeigt: So verdienen einige der Zuwanderer lediglich 2 € pro Stunde. 53% der Befragten gaben an, weniger als den gesetzlichen Stundenlohn zu bekommen (zur Erinnerung: dieser beträgt derzeit 8,56 €), und 43% gaben an, mehr als die gesetzliche Höchstzahl von 48 Stunden pro Woche zu arbeiten.
Erschreckende 84% bekommen keine Überstunden ausbezahlt oder haben überhaupt keinen Arbeitsvertrag, 51% erhalten keine Payslips, und 44% keine Ruhepausen.
Von den rund 130.000 Angestellten im Gastgewerbe sind geschätzte 35% Zuwanderer.
Über einen besonders krassen Fall berichtet der Irish Independant vom Mittwoch am Beispiel von Jamal aus Bangladesh:

One worker, Jamal, from Bangladesh, said he paid €5,000 to his boss to work as a chef at an Indian restaurant and was told he would earn €300 a week. He ended up with €50 a week.

Hier gibts den gesamten Artikel zum Nachlesen.

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